Meine Akne-Geschichte: Erwachsen und trotzdem immer noch Pickel

Erwachsen und immernoch Pickel mit über30

Erwachsen und immernoch Pickel mit über30

Heute möchte ich mal aus dem Nähkästchen plaudern und auf ein für mich recht sensibles Thema eingehen, was mich bereits seit meinem 11. Lebensjahr begleitet. Es geht um langjährige Akne in meiner Jugend sowie Pickel und unreine Haut im Erwachsenenalter. Ehrlich gesagt kostet es mich etwas Überwindung darüber zu schreiben, aber ich hoffe, dass ich vielleicht einigen helfen kann, die genauso verzweifelt sind, wie ich es bis vor wenigen Jahren noch war. Ich weiß nur zu gut, wie sehr so etwas am Selbstvertrauen zehren kann und wie Betroffene sich fühlen. Wenn man wirklich schon so viel probiert hat, nichts dauerhaft helfen will und man dennoch tagelang Pickel-Foren, Youtube und andere Seiten durchforstet, um doch noch irgendwelche Ideen zu erhalten, die einen in dieser Sache weiterbringen könnten. Noch schlimmer ist es, wenn man dazu noch dumme Bemerkungen von Außenstehenden ohne Feingefühl ertragen muss, obwohl man sich ohnehin schon schämt und unwohl in seiner Haut fühlt. Klar sollte man darüber stehen, aber das ist nun einmal nicht immer so einfach.

Nach vielen Jahren Pickel-Odyssee endlich Land in Sicht

Außer in meiner Kindheit hatte ich noch nie perfekte, reine Haut. Obwohl ich zwar heute nicht mehr von Akne oder schlimmen Hautproblemen sprechen kann, habe ich selbst mit 31 Jahren immer noch mit Unreinheiten zu kämpfen, was bei mir leider in der Familie liegt. Bis vor zwei Jahren war ich sogar noch total verzweifelt, denn nachdem ich es endlich geschafft hatte, über einen längeren Zeitraum hinweg ein Hautbild zu erzielen, mit dem ich wirklich zufrieden war, wurde ich seit meinem Umzug nach München erneut von unkontrollierbaren Ausbrüchen gequält. Meine ganze Stirn war übersät von ganz vielen, kleinen Pickelchen. Das hatte ich so vorher noch nie. Ich habe erneut alles Mögliche versucht und war letzlich am Boden zerstört, weil nichts langfristig funktioniert hat. Ich dachte wirklich ständig „wiiiiesooo schon wieder ich… wieso trifft es nicht mal zur Abwechslung jemand anderen?!“. Ich gehe mittlerweile stark davon aus, dass es vor allem am Wasser lag, denn dieses ist hier viel kalkhaltiger als in Frankfurt.

Zwei Jahre hat es gedauert, bis ich endlich etwas gefunden habe, das meine Haut wieder in den Griff bekam. Heute habe ich wie gesagt zwar immer noch keine reine Pfirsichhaut und die werde ich genetisch bedingt sicherlich auch nie haben *schniieeef*. Aktuell plagen mich aber hauptsächlich "nur noch" einzelne Pickelchen, die ab und zu auftauchen, ein paar Mitesser (auch white- head Komedonen genannt) und große Poren, wobei mich letzteres sogar am meisten stört (wer hätte das gedacht). Dazu wirkt meine Haut durch kleine hinterbliebene Akne-Narben und Pickelmale in ihrer Pigmentierung leider ziemlich ungleichmäßig, weshalb ich auch weiterhin fast täglich zu einer dünnen Schicht Foundation greife - ganz abgesehen davon, dass ich damit meine riesigen Zombie-Augenringe kaschieren muss! 😆 Das ist nicht perfekt, aber damit kann ich ganz gut leben. Ich hoffe sehr, es bleibt dabei. Ich befürchte jedoch, dass das Absetzen der Pille, was zwangsläufig irgendwann einmal ansteht, eine große Überraschung für mich bereit hält. Darüber liest man ja so einige Horrorszenarien!

Pickel & MakeUp: „Du hast nur so schlechte Haut, weil du dich schminkst“ 

the-balm-mary-lou-highlighter-swatchAufgrund meiner Hautprobleme schminke ich mich bereits seit meiner Jugend sehr regelmäßig. Anfangs habe ich mit dem Puder meiner Mutter angefangen und versucht, das Ausmaß für die Schule etwas abzudecken, bis ich irgendwann endlich mein eigenes MakeUp mein Eigen nannte. Daraus entwickelte sich von Jahr zu Jahr meine Liebe zur Kosmetik. Auch wenn ich mich in erster Linie geschminkt habe, um mich in meiner eigenen Haut wohler und ansehnlicher zu fühlen, hat es immer viel Spaß gemacht die 'Pinsel zu schwingen' – und das tut es noch heute. Ich muss zugeben, ich gehe mittlerweile ungern ungeschminkt aus dem Haus und bis auf ein paar Ausnahmen, tue ich das auch sehr selten; geschweige denn, dass ich ohne MakeUp arbeiten gehen würde. Ich bin sicher, viele haben da kein Verständnis für, was mir aber ehrlich gesagt total egal ist. Die Bemerkung, die mich bis heute allerdings immer wieder richtig auf die Palme bringt, ist der Vorwurf, man hätte ja nur keine reine Haut, weil man sich schminken würde und keine Luft an die Haut lässt und wenn man das unterlassen würde, wären alle Pickel weg. Auf diese Aussage möchte ich hier kurz eingehen.

MakeUp allein ist kein Akne-Auslöser. Es mag sein, dass empfindliche Haut sensibel und irritiert auf falsche Kosmetik und bestimmte Inhaltsstoffe reagiert und manche Produkte den Hautzustand noch verschlimmern. Und ja, man fördert tatsächlich Unreinheiten, wenn man das Gesicht täglich mit drei Schichten Foundation und Primer zu spachtelt, keine auf den Hauttyp abgestimmten Produkte verwendet oder gar geschminkt ins Bett geht. Aber dass man Akne bekommt oder sie nicht los wird, nur weil man sich regelmäßig schminkt, ist meiner Meinung nach ziemlich weit hergeholt. Dann hätte ja jedes vierte Mädel Hautprobleme. Und garantiert sind diese nicht verschwunden, nur weil man eine Zeit auf MakeUp verzichtet. Natürlich ist abendliches Abschminken durch eine sanfte, gründliche Reinigung und anschließende Hautpflege mit den richtigen Produkten das A und O, die Entstehung neuer Unreinheiten zu verhindern und Bestehende zu entfernen. Das beherzigen die Pickel- und Akne-Geplagten aber in der Regel bereits und der Großteil wird seiner Haut auch regelmäßig ein paar „Ruhetage“ gönnen. Ich habe selbst mal über einen längeren Zeitraum auf Foundation verzichtet und ich konnte ehrlich gesagt keinen Unterschied feststellen. Meiner Meinung nach sagen so etwas nur Leute, die zum einen die durchdachte und abgestimmte Pflegeroutine der Betroffenen gar nicht kennen und zum anderen keine Ahnung haben, wie es ist, jahrelang mit Pusteln und Papeln im Gesicht herum zu laufen. Sie denken vermutlich es wäre wirklich so einfach reine Haut zu haben – als hätte man das nicht auch schon ausprobiert. Und abgesehen davon: was ist so schlimm daran, Hilfsmittel zu verwenden, um sein Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu stärken, in dem man Positives hervorzuheben und Makel dezent abzudecken versucht? Wenn man sich doch damit besser fühlt, ist das doch jedem selbst überlassen.

Welche Produkte habe ich ausprobiert  & was hat meiner Haut tatsächlich geholfen?

Nachfolgend liste ich euch erst einmal auf, was ich über die Jahre alles verwendet habe und anschließend erläutere ich, welche Produkte bei mir eine Verbesserung herbeiführten bzw. welche Produkte nur herausgeschmissenes Geld waren. Natürlich ist nicht jede Haut gleich und der Effekt kann bei jedem unterschiedlich sein. Bei dem einen wirkt dies gut, bei dem anderen das. Hinzu kommt, dass meine Gesichtshaut ziemlich unempfindlich für alkoholhaltige Produkte und stärkere Peelings ist. Dies sind also lediglich ‚meine‘ Erfahrungen. Ich übernehme also keine Verantwortung, falls ihr etwas ausprobiert und ggf. unverträglich reagiert.

Dinge, die ich unter anderem getestet habe:

  • regelmäßige Kosmetikbehandlungen
  • Skinoren-Creme vom Hautarzt , noreva Exfoliac-Creme, BPO Akne-Gel 5%
  • Vitamin A-Fruchtsäure (AHA) in niedriger und hoher Dosis sowie BHA-Salizylsäure (2%)
  • enzymatische Peelings und mechanische Peelings unterschiedlicher Marken
  • reinigende oder beruhigende Masken & Packungen
  • ph-neutrale Sebamed-Produkte und etliche weitere bekannte Pflegeserien aus der Drogerie
  • höherpreisige Pflegeserien wie die 3-Phasen-Systempflege von Clinique, Vichy Normaderm, Shiseido Pureness und MediBac Clearing von Dermalogica
  • Naturkosmetik wie Produkte von Dr. Eckstein, die Avène Cleanance-Serie inkl. dem gehypten TriAcnéal oder der Serie für unreine Haut von Dr. Hauschka Serie
  • Heilerde, Zinksalben, Azulen-Paste, Rosenwasser, Teebaumöl, Aloe Vera Gel u. Ä.
  • Kieselerde-Tabletten, Zinktabletten, WALA-Akne-Kapseln sowie andere Vitamine
  • Gesichtsbäder mit Salz aus dem Toten Meer
  • Solarium
  • Phillips VisaPure Gesichtsbürste

Was hat meiner Haut gut getan und eine Verbesserung gebracht?

Kosmetische GesichtsbehandlungWenn ich an meine Kosmetikausbildung zurückdenke, kann ich auf jeden Fall bestätigen, dass regelmäßige Kosmetik­behandlungen mit pro­­­fes­­­­sioneller Aus­reinigung viel bewirken können. Ich hatte den Vorteil, dass wir im Unterricht gegenseitig an uns üben mussten und ich somit ungefähr zweimal die Woche in den Genuss einer ausgiebigen Behandlung kam. Hinzu kam, dass ich die einzige Schülerin mit Problemhaut war und oft für spezielle Beauty-Anwendungen wie hochdosierte Fruchtsäure­­­peelings o. Ä. als „Versuchs­­­­kaninchen“ herangezogen wurde. Es hat zwar dennoch  seine Zeit gedauert, aber dran bleiben lohnte sich in diesem Fall.

Parallel habe ich auch hin und wieder einen Haut­­arzt aufgesucht, was sich allerdings als vergeudete Zeit herausstellte. Weder wurde einem  zugehört, noch wurde die Haut überhaupt richtig angesehen und analysiert. Nach einem einzigen Blick wurde mir jedesmal eine "Schälcreme" namens Skinoren verschrieben, die rein gar nichts brachte, außer dass meine Haut  juckte. Die "Schälcreme" Exfoliac  von noreva zeigte dagegen zwar Wirkung, aber sie war selbst meiner robusten Haut zu viel und trocknete nicht nur die Pickel schnell aus, sondern mein gesamtes Gesicht. Wenn sich aktuell mal ein fieser "Unterirdischer" blicken lässt, tupfe ich Exfoliac aber gerne dünn darauf. Das funktioniert viel besser als diese SOS-Pickel-Gele. Mein geliebtes Wundermittel jedoch ist die BPO-Creme mit niedriger Dosierung von 5%. Weil sie bei mir so gute Ergebnisse erzielt, gehe ich  zum Schluss noch einmal etwas ausführlicher darauf ein ;).

Kommen wir nun zu den Peelings. Durch gelegentlich zu Hause angewendete Fruchtsäure-Peelings wurde ich die Pickel nicht dauerhaft los, aber ich liebe die samtweiche Haut nach der Anwendung und meine Haut fühlt sich danach immer so schön durchfeuchtet und glatt an. Zur Vorbeugung von neuen Unreinheiten peele ich mein Gesicht derzeit einmal wöchentlich mit AHA oder BHA und das bekommt ihm ganz gut. Im Gegensatz dazu fördern mechanische Peelings, die mit kleinen Schleifpartikel versehen sind, bei mir die Pickelbildung. Jedes Mal wenn ich ein solches benutze, bekomme ich am Folgetag irgendwo eine schmerzhafte Pustel! Wer Probleme mit entzündeten Unreinheiten hat, sollte ohnehin auf mechanische Peelings verzichten, da sie die empfindliche Haut zu stark reizen können und die Bakterien durch die Körnung schnell auf gesunde Hautpartien übertragen. Besser sind enzymatische Peelings, BHA- oder AHA-Peelings.

Clinique 3-Phasen-SystempflegeAnsonsten habe ich mich durch die verschiedensten Pflegeserien gekämpft und möchte daher überwiegend nur die erwähnen, die mir positiv im Gedächtnis geblieben sind. Nach der Kosmetikschule habe ich eine Zeit lang die Shiseido Pureness-Serie ausprobiert und habe sie damals geliebt. Die Produkte riechen sooo gut und fühlen sich beim Auftragen ganz sanft an. Die Haut danach auch ♥. Auch hatte ich den Eindruck, dass sich meine Haut damals auffällig verbessert hat. Da die Serie aber nicht sonderlich günstig war, bin ich auf die 3-Phasen Systempflege von Clinique umgestiegen, die ich bis heute seit vielen Jahren verwende. Hier habe ich Typ 2 und Typ 3 getestet, bin aber dann dauerhaft bei "3" geblieben. Das Gesichtswasser enthält zwar im Vergleich zu manch anderem Toner relativ viel Alkohol, aber das scheint meiner Haut irgendwie zu gefallen. Während sich beim Abschminken bei anderen Tonics kaum MakeUp-Reste am Wattepad befinden, holt der Clinique Toner richtig gründlich den gesamten Schmutz aus den Poren raus. Nur der Geruch lässt etwas zu wünschen übrig. Da ich ein experimentier­freudiger Mensch bin, habe ich zwischenzeitlich immer mal etwas Neues ausprobiert, aber am Ende bin ich immer wieder zur altbewährten Clinique-Reihe zurückgekehrt. Außer zur Tagescreme, denn weil ich nun parallel dringend auch noch etwas fürs Alter tun muss, habe ich mich bei der Tagescreme seit gut einem Jahr für die Vichy Normaderm Anti-Falten-Creme für unreine Haut entschieden. Es ist gar nicht so leicht etwas zu finden, das gegen Pickel und gleichzeitig gegen Falten wirkt bzw. Falten vorbeugt! Anfangs dachte ich, sie fördert neue Pickelausbrüche, aber mittlerweile hat sich mein Gesicht wohl an sie gewöhnt. Was mich wirklich maßlos enttäuscht hat, war die unheimlich teure MediBac Pflegeserie von Dermalogica. Der Toner riecht zwar sehr gut und fühlt sich gut auf der Haut an, aber ansonsten zeigten die Produkte bei mir leider keine sichtbare Wirkung. Ich bin heute noch schockiert, wie viel Geld ich dafür ‚rausgehauen‘ habe, in der Hoffnung meinen München-Rückfall in den Griff zu bekommen. Sage und schreibe über 200 Euro! Wenn ich mich recht entsinne, hat allein die Maske 50 Euro gekostet… Wahnsinn. Aber was tut man nicht alles, nicht wahr?

Was Naturkosmetik angeht, habe ich bislang eher schlechte Erfahrungen gemacht. Entweder hat sich mein Hautbild deutlich verschlechtert, wie beispielsweise mit Dr. Hauschka, oder es hat sich keine Verbesserung gezeigt. Aktuell teste ich allerdings eine neue vegane Anti-Falten-Nachtpflege. Auf Nacht­cremes habe ich aufgrund von zu viel Fett bislang immer verzichtet. Aber da ich ja mittlerweile nicht mehr die Jüngste bin, dachte ich, ich gebe dem ganzen noch einmal eine Chance. Es handelt sich um die ph-neutrale Chill-Out Nachtcreme von Jean&Len. Sie ist suuuper fettig, aber ich bin zufrieden und konnte keine neuen Ausbrüche feststellen - was mich ziemlich überrascht, denn normalerweise bekomme ich schon einen Pickel, wenn ich nur an fettige Cremes denke!

Ansonsten habe ich, wie vermutlich viele von euch, allerhand Altbewährtes wie Heilerde, Kieselerde-Tabletten, Aloe Vera und Co. geschluckt oder aufs Gesicht gepackt. Kieselerde empfand ich immer als nutzlos, Aloe Vera Gel dagegen als hilfreich. Ich habe während meiner schlimmen Phase dieses Aloe Vera Gel jeden Abend nach der Reinigung satt auf mein Gesicht aufgetragen und über Nacht einziehen lassen. Gemeinsam mit der nachfolgend erwähnten BPO-Creme und der Einnahme von pflanzlichen Akne-Tabletten von Wala habe ich meine Hautprobleme auf der Stirn dann endlich in den Griff bekommen. Ob die positive Wirkung tatsächlich dem Aloe Vera oder den Tabletten zuzuschreiben war, kann ich nicht sagen, aber als zusätzliche Unterstützung hat es zumindest nicht geschadet. Auch regelmäßige Heilerde-Masken taten meiner Haut ganz gut. Ich verwende sie immer mal wieder, wenn ich tatsächlich noch mal einen neuen, kleinen Ausbruch habe. Meine derzeitige Lieblingsmaske ist aber mit Abstand die Anti-Pickel Thermo-Maske von Garnier ♥ Beim Einmassieren erwärmt sie sich leicht und ich habe nach dem Abwaschen immer das Gefühl, dass sich die Haut optisch direkt beruhigt hat.

Mein heiliger Gral: BPO Akne-Gel oder auch Benzoylperoxid

Cordes BPO 5% Akne GelSo, und jetzt wie versprochen noch ein paar Worte zu meinem heiligen Gral (zumindest noch). Ich erwähnte ja zu Beginn, dass ich - nachdem ich endlich einmal längerfristig happy mit meinem Hautbild war - kurz nach meinem Umzug nach München mit einem hartnäckigem Pickel-Ausschlag auf der Stirn konfrontiert wurde, wodurch der Teufelskreis der Produktsuche von vorne begann. Nach zwei Jahren erneuter Verzweiflung bin ich dann auf das BPO-Akne-Gel gestoßen. Ich verwende das „Cordes BPO 5% Gel“ und man bekommt es in der Apotheke oder auch bei Amazon*. Die 3%- und 10%-Konzentration habe ich ebenfalls ausprobiert, aber mit 5% erzielte ich meines Empfindens nach bessere Ergebnisse.

BPO steht für die chemische Substanz Benzoylperoxid. Laut Recherchen ist BPO angeblich sogar die wirkungsvollste Akne-Therapie...hätte ich das nur früher entdeckt. Der Wirkstoff sorgt zum einen dafür, dass sich keine Propionibakterien breitmachen und zum anderen wirkt es entzündungs­hemmend und gegen Verhornungsstörungen. Somit bleiben die Poren stets frei und der Talg kann abfließen, so dass Mitesser kaum eine Chance haben. Ein weiterer Vorteil ist, dass das BPO bereits mit niedriger Konzentration wirkt und so die Wahrscheinlichkeit für Hautirritationen gering ist.

Ich trage das Gel täglich abends und morgens nach der Reinigung ganz dünn auf und verwende dabei nur eine erbengroße Menge. Danach sollte das Gel komplett einziehen, bevor anschließend unbedingt eine feuchtigkeits­spendende Tages­creme auf­getragen werden sollte. Abends habe ich wie gesagt immer ein Aloe Vera Gel aufgetragen. Ich habe mal in einem Akne-Forum gelesen, dass die Wirkung nach etwa 3 Monaten nach Öffnung der Tube nachlassen soll. Darauf bin ich gestoßen, weil ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte, das BPO würde nach einer Weile nicht mehr so gute Ergebnisse erzielen. Es mag sein, dass da in Wahrheit gar nichts dran ist, aber ich kaufe seit dem vorsichtshalber immer nur die kleine Tube und fange dann nach ca. 3 Monaten eine neue an. Seit dem habe ich auch keine Probleme mehr mit der Wirkung 🙂 Wer bislang immernoch auf der Suche nach einem effektiven Hilfsmittel ist, für den ist BPO ja vielleicht eine Lösung. Wenn nicht, drücke ich zumindest ganz fest die Daumen, dass euer Leidensweg bald ein Ende hat!

In meinem Beitrag 'Welche Haut braucht welche Reinigung' findet ihr auch noch einmal den ein oder anderen Tipp zur richtigen Hautreinigung. Puuh, ist der Beitrag lang geworden! Ich hoffe zumindest, dass ich den ein oder anderen mit meinen Erfahrungen auf neue Ideen bringen konnte. Sofern ihr Fragen habt, zögert nicht sie zu stellen. Ich gebe mein Bestes, um sie zu beantworten. Auch über Kommentare freue ich mich sehr! ☆

* Mir wurden weder Produkte von Marken zugesendet, noch wurde ich beauftragt, über deren Produkte zu  schreiben oder diese zu empfehlen. Alle hier genannten Produkte habe ich eigenhändig gekauft und ich schildere hier lediglich meine Meinung sowie meine gemachten Erfahrungen. Die mit Sternchen gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links.

Du magst vielleicht auch

3 Kommentare

  1. Der Artikel ist nicht mehr ganz neu, dennoch Danke für die Zusammenfassung und die vielen Tipps. Einiges kannte ich bereits, überrascht war ich von der scheinbar tollen Wirkung von BPO, vor dem ich in Gelform bisher immer Abstand genommen habe (aus Angst, dass es die Haut viel zu arg austrocknet). Da du sie aber besser verträgst als die Exfoliac-Creme, scheint das mal durchaus einen Versuch wert zu sein.
    Finde auch, dass es nichts Nervigeres gibt als „Ratschläge“ (eher Mutmaßungen) von Unbeteiligten, die keine Ahnung haben, was man bereits alles versucht und in seiner Routine mehr oder weniger erfolgreich mit dabei hat 😀
    Übrigens (hoffentlich nicht nervig ;)) vertrage ich die Zeniac LP deutlich besser als die Exfoliac, die mir auch zu austrocknend ist.

    1. Gerne =) Ich hoffe, das BPO-Gel hilft dir. Die Wirkung ist ja oft (leider) bei jedem anders.
      Die Zeniac LP werde ich auch mal ausprobieren, danke für den Tipp! Ich versuche jetzt auch mal einige Wochen Bierhefe-Tabletten zu nehmen, da ich darüber viel Gutes gelesen habe. Der Geschmack ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig *würg*
      **

  2. Ich habe gemeinsam mit meinem Frauenarzt beschlossen, die Pille abzusetzen. Nun kämpfe ich mit unreiner Haut und bin kurz davor, mir doch wieder ein Rezept ausstellen zu lassen. Vorher werde ich es jedoch mit den empfohlenen regelmäßigen Kosmetikbehandlungen versuchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.